Das Mikroskop

Der Spaß am Mikroskopieren steht und fällt mit dem Mikroskop. Ein Billig-Mikroskop mit schlechter Optik ist ein Garant dafür, den Spaß zu verlieren oder gar nicht erst für sich zu entdecken. Man muss keine Unsummen inverstieren, aber es gibt schon gute (Schüler-)Mikroskope im niedrigen dreistelligen Bereich.

Wir empfehlen uneingeschränkt Geräte der Firma Bresser. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist angemessen und fair. Auch beim Support haben wir durchgehend positive Erfahrungen gemacht. Der Support ist bemüht für jede Anfrage/jedes Problem eine angemessene Lösung zu finden.

Also schaut Euch um und besorgt Euch ein gutes Durchlichtmikroskop mit einer 40- bis 400fachen (gerne auch mehr) Vergrößerung.

Wir finden sogenannte Binokulare sehr angenehm, das sind Mikroskope bei denen man mit beiden Augen gleichzeitig hindurchsieht und sich somit das ‚Kneistern‘ erspart, wenn man nur ein einfaches Okular hat.

Wenn man sich noch eine Kamera zulegen will, um seine Funde per Bild oder Video festzuhalten, bietet sich ein Trinokular an, das einen zusätzliche Tubus zum Aufsetzen der Kamera besitzt.

Man kann natürlich auch eine Kamerea auf einem binokularen Mikroskop aufsetzen, muss dann aber jedesmal die Kamera auf einen der Tuben aufsetzten; letztendlich ist es eine Frage des Geldes und des Komforts, ob man sich für ein bi- oder trinokulares Mikroskop entscheidet.

Wir arbeiten mit einem Bresser Bino (40x-1000x Vergrößerung) sowie als Kameraaufsatz das Bresser USB Mikroskop MikrOkular.

Übrigens: Alle genannten Links sind unsere persönlichen Empfehlungen. Es handelt sich nicht um Affiliate-Links an denen wir etwas verdienen, wenn ihr draufklickt.

Zubehör

Das Mikroskop ist aber nur die halbe Miete; ein wenig Zubehör benötigt ihr auch.

Die Theorie

Grundsätzlich ist es sicherlich nicht falsch sich auch theoretisch mit der Materie vertraut zu machen. In dem Buch „Mikroskopieren ganz einfach“ von Bruno P. Kremer wird das Mikroskop und wie man damit umgeht interessant und verständlich beschrieben. Außerdem werden viele Methoden außerhalb des ‚Kacka gucken‘ beschrieben (Färbemethoden; z.B. Färbung von Kartoffelstärke sowie die Anfertigung und Betrachtung von Pflanzenschnitten und vieles mehr). Ideal für Anfänger und Interessierte ab 12 Jahren.

Für die koproskopische Diagnostik beim Igel ist das Buch „Parasitosen und Mykosen des Igels“ vom ProIgel e.V. hilfreich.

Das Minimum, was als Zubehör benötigt wird

Objektträger und Deckgläschen

Auf die Objektträger wird das zu untersuchende Medium aufgelegt, damit es dann unters Mikroskop geschoben werden kann. Die Deckgläschen dienen dem Schutz des Untersuchungmediums.

Probengläschen

In den Gläschen bereitet man die Proben vor (z.B. kann eine kleine Menge Igelkot in Wasser aufgeschwemmt werden, um dann ein paar Tropfen davon unterm Mikroskop auf gängige Igelparasiten zu untersuchen.

Präparierbesteck

Ein wenig Präparierbesteck ist ebenfalls hilfreich. Eine spitze und eine stumpfe Pinzette, eine kleine (scharfe!) Schere, sowie ein keines Skalpell können hilfreiche Dienste leisten.

Spritzflaschen

Nicht zwangsläufig notwendig, aber hilfreich, wenn man ‚Blut geleckt hat‘ und öfter mikroskopiert. Wir benutzen Spritzflaschen, um schnell Leitungswasser, destilliertes Wasser und Flotations-Lösung zur Hand zu haben.

Pipetten

Um mit den ganzen Flüssigkeiten umzugehen sind Pipetten unversichtbar. Diese gibt es als Kunststoff- oder Glasausführung. Wir bevorzugen die Glaspipetten, weil diese abwasch- bzw. recyclebar sind und nicht zu dem Berg an Plastikmüll beitragen.

Zubehör für die koproskopische Diagnostik

Für die Flotations-Untersuchung

Flotationsdöschen

Diese Döschen benötigt man für Flotationsuntersuchungen (siehe Koproskopische Diagnostik). Man erhält sie im Waldkobolde Shop.

Flotations-Lösung

Für die Flotations-Untersucheung wird auch zwingend die sog. Flotations-Lösung benötigt. Es handelt sich um einen gesättigte Salzlösung, die bewirkt, das in der Untersuchung die Parasiten-Eier in der Lösung nach oben driften und untersucht werden können. Diese Lösung kann man auch im Waldkobolde-Shop beziehen. Da es sich aber um eine simple Salzlösung handelt, lässt sie sich auch für kleines Geld selber herstellen: man nehme 310 g Natriumnitrat und mische es mit 690 g destilliertem Wasser, jetzt nur noch kräftig schütteln und fertig!

Laborflasche (wenn man die Lösung selber ansetzt)
Pulvertrichter (wenn man die Lösung selber ansetzt)

Ein Pulvertrichter erleichtert das einfüllen von Feststoffen (wie z.B. Natriumnitrat-Salz) in ein Behältnis ungemein.

Für das Auswanderungsverfahren (siehe Koproskopische Diagnostik)

Ständer für Trichter

Wenn man nicht 6-24 Stunden den Trichter in der Hand halten möchte, empfiehlt sich die Anschaffung eines passenden Ständers.

Glastrichter

Hier wird das Sieb mit der in Gaze eingewickelten Probe eingelegt

Gaze

Zur Umhüllung der Probe, damit keine Feststoffe in den Schlauch absinken

Sieb

Das Sieb als Träger der verpackten Probe.

Schlauch

Hierin sinken die Lungenwurm-Larven ab und sammeln sich am Schlauchende.

Klemme

Zum Abklemmen des Schlauchendes.

Objektträger mit konkavem Schliff

Hier sammelt man ein bis zwei Tropfen aus dem Schlauch in dem konkaven Schliff.

Färbemethoden

Färbebänke

Färbebänke dienen der Aufnahme von Objektträgern auf denen die zu färbenden Proben aufgebracht sind. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen.

Färbelösungen

Hier stellen wir keine Einkaufsliste bereit, weil es darauf ankommt was mit welcher Methode gefärbt werden soll. Gängige Quellen für den Einkauf sind Amazon (oder andere Versandhändler) und Apotheken.

Von Kagi (Webmaster)

Der Webmaster hier. 40 Jahre lang bei der Schering AG (2007 von der Bayer AG übernommen) gearbeitet. Biker und Privatier mit Hang zur Natur. In der Vergangenheit schon Kümmerer für die eigenen Katzen und Hunde, wilde Eichhörnchen und Igel und auch schon mal Pate für Kinder psychisch erkrankter Mütter gewesen.